Der Bann ist gebrochen

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Was waren das früher für Duelle: Suhl gegen Steinach. Volle Stadien, technisch schöner Fußball und Spiele, die man einfach nicht vergisst. Aber vom Glanz früherer Tage ist bei beiden Teams nicht mehr viel übrig. Die zwei Vereine, die sich beide in einer Verjüngungsphase befinden, haben am Samstag den etwa 120 Zuschauern im Auestadion kein schönes Fußballspiel geboten. Beide bangen um den Klassenerhalt, beide wollten keinen Fehler machen und genau das prägte das Spiel. Kämpferisch waren beide Teams allerdings sehr gut eingestellt. Bei den Gästen stimmte zwar anfangs die Zuordnung nicht, sodass Suhl in den ersten 15 Minuten zu einigen Chancen kam, die aber nicht zwingend genug waren.

Gute Reflexe

Der SV 08 Steinach kam in der 13. Minute das erste Mal gefährlich vor den Kasten von Robert Mentzel. In der 18. Minute setzte sich der wieder genesene Steffen Kolk klasse durch, doch seine Flanke in den Sechzehner verpasste Kapitän Paul Eckstein knapp. Der Steinacher Fabian Kirchner hatte in der 23. Minute das 0:1 auf dem Fuß, doch die Flanke von links konnte er aus kürzester Distanz nicht verwerten. Der Grund: SSVTorwart Robert Mentzel reagierte wie so oft sehr gut.

Nach einer halben Stunde wurde die Zuordnung in der Gästemannschaft besser, sodass es für die Suhler schwerer wurde, nach vorne Akzente zu setzen. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit kam es zu einer weiteren Druckphase der Gäste, gekrönt durch einen Fernschuss von Dominik Lorenz, der volles Risiko ging, den Ball allerdings aus 18 Metern über das Tor drosch. Zu beginn der zweiten Hälfte war es wieder der SV 08 Steinach, der zur ersten wirklichen Torchance kam, als Niklas Tanneberg sich bis in Suhls Fünf-Meter-Raum durchkämpfte. Sein Pass nach innen wurde aber zur Ecke abgewehrt. Man merkte, dass Steinach jetzt früher ins Pressing ging und Suhl somit schon in der eigenen Hälfte unter Druck setzte.

Suhl hingegen gelang es, durch präzise lange Bälle, die meistens von Kolk oder Paul Eckstein kamen, für Entlastung zu sorgen. Als sich auf Steinacher Seite gerade die Einwechslung von Routinier Nico Sesselmann andeutete, kam Suhl zur 1:0-Führung. Ein im Mittelfeld erkämpfter Ball kam auf links zu Philipp Eckstein, der erst einen Verteidiger austanzte, bis zur Grundlinie ging, einen weiteren Verteidiger stehenließ und aus spitzestem Winkel ins lange Eck abschloss. Die Steinacher drängten auf den Ausgleich und es kam auch gleich zur ersten heiklen Situation, als in Minute 63 Nico Sesselmann den Ball am Suhler Strafraum erkämpfte und in Richtung Mentzel startete. Er wollte gerade abschließen, als Paul Eckstein in letzter Sekunde zur Ecke klären konnte. Es war wieder Paul Eckstein, der diesmal den Ball in der 70. Minute mit dem Kopf von der Linie kratzte.

Debüt in der Landesklasse

In der gleichen Minute gab es eine kleine Premiere im Auestadion: Suhls Philipp Spiegel kam für den überall zu findenden und aufopferungsvoll kämpfenden Philipp Eckstein – für Spiegel das erste Pflichtspiel in der Landesklasse. Zehn Minuten vor Schluss muss Spiegel mitansehen, wie die Steinacher plötzlich einen Elfmeter forderten. Felix Telser wurde mit einem Bodycheck unsanft vom Ball getrennt. Doch die Pfeife von Referee Steffen Reichenbächer blieb stumm. Kurz vor Ende der Partie hatte der Suhler SV durch Altendorf (80.) und Kolk (82.) noch Chancen zum 2:0, ließ diese aber ungenutzt. Es blieb beim 1:0. Und dank der Niederlage von Brotterode verschafft sich Suhl etwas Luft nach hinten.

Quelle: Freies Wort

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